Herdenschutz­hunde

Herdenschutzhunde werden gehalten, um Nutztiere vor Bären, Wölfen, streunenden Hunden, aber auch vor Viehdieben zu schützen. Es sind keine Treib- oder Hütehunde, dafür wurden und werden kleinere und wendigere Rassen eingesetzt. Herdenschutzhunde sollen Angreifer melden und gegebenenfalls vertreiben, sie jedoch nicht angreifen (passive Verteidigung). Käme es zum Angriff und zur Verfolgung, würde die Herde allein zurückbleiben und ihr Schutz wäre nicht mehr gewährleistet (Walther & Franke, 2014). Bis in die Gegenwart wurden Hunde, die zum Schutz der Herden eingesetzt werden sollten, von den Hirten nach ihrem physischen Erscheinungsbild, ihrem Verhalten als Welpe und ihrer Arbeitsleistung selektiert. Es wurden die Hunde verwendet und an die Erfordernisse angepasst, die lokal vorhanden waren. So entstand ein Stamm von Tieren, der sehr unterschiedlich im Erscheinungsbild ist, aber gleichmäßig in seiner Funktion, eine so genannte “Landrasse”.

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