Entschädigung

Übersicht der Bundesländer

Kärnten

Bis 2018 wurden Entschädigungszahlungen durch eine Versicherung des Kärntner Jagdverbandes gedeckt. Seit 2019 gibt es den „Fonds des Bundeslandes für die Entschädigung von Schäden durch Wildtiere“.
Siehe: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrK&Gesetzesnummer=20000327

Die Summe im Fonds ist gedeckelt, daher ist die Auszahlungssumme pro Tier von Jahr zu Jahr unterschiedlich, je nachdem, wie viele Schadensereignisse im Laufe des Jahres aufgetreten sind. Die Auszahlung erfolgt nur einmal am Ende des Kalenderjahres.


Kontakt

Kärntner Wildschadensfonds:
https://www.ktn.gv.at/Verwaltung/Amt-der-Kaerntner-Landesregierung/Abteilung-10/News?nid=144

Anträge:
Amt der Kärntner Landesregierung
Abteilung 10 Land- und Forstwirtschaft, Ländlicher Raum
Mießtalerstraße 1
9021 Klagenfurt am Wörthersee
abt10.agrarrecht@ktn.gv.at

Mag. Roman Kirnbauer Bakk. roman.kirnbauer@ktn.gv.at


Niederösterreich

Niederösterreich entschädigt bestätigte Nutztierrisse durch Bär, Wolf und Luchs über ein Projekt des Landschaftsfonds, in welchem auch die wildökologische Begleitforschung der großen Beutegreifer finanziert wird. Die Entschädigungssätze sind mit der Interessensvertretung der Geschädigten (Landeslandwirtschaftskammer bzw. Zuchtverbände) abgestimmt.


Kontakt

https://www.noe.gv.at/noe/Naturschutz/Wildtier_Wolf.html
Falls möglich, ein Foto vom getöteten oder verletzten Nutztier per E-Mail an wildtier@noel.gv.at

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Naturschutz
Landhausplatz 1, Haus 16
3109 St. Pölten
post.ru5@noel.gv.at  


Oberösterreich

In Oberösterreich werden Schäden nach den errechneten Schadensersatzsätzen der Landwirtschaftskammer Oberösterreich entschädigt. Die Mittel stammen aus dem Agrarhaushalt des Bundeslandes.


Kontakt

https://www.land-oberoesterreich.gv.at/wolfsinfo.htm

Amt der Oö. Landesregierung
Abteilung Land- und Forstwirtschaft
Bahnhofplatz 1
4021 Linz
lfw.post@ooe.gv.at
Mag. Manuela Kopecky, Tel.Nr. +43 732 7720-11800

Online-Antrag unter https://e-gov.ooe.gv.at/fs_lfw/start.do?event=view&generalid=lfw005wolfsriss

Formular als Download: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/Mediendateien/Formulare/Formulare%20Land-%20und%20Forstwirtschaft/LWLD_LFW_E87.pdf


Salzburg

Das Bundesland Salzburg zahlt über sein Jagdgesetz auf Marktwerten basierende Entschädigungen. Es werden nicht nur tote Tiere entschädigt, sondern auch verletzte und später an Verletzungen erlegene Tiere. Vermisste Tiere werden, wenn der Zusammenhang mit dem Rissereignis eindeutig herstellbar ist, in den meisten Fällen auf Kulanzbasis ebenfalls entschädigt.

Siehe https://www.salzburg.gv.at/themen/aw/richtlinie-wolf


Kontakt

Wolfsbeauftragter
Hubert Stock
+43 664 4406454
hubert.stock@salzburg.gv.at


Steiermark

Die Steiermark verfügt über ein Versicherungsmodell mit fixen Schadensersatzsätzen, die gemeinsam mit Vertretern der Landwirtschaftskammer festgelegt wurden. Die Kosten der Versicherung werden vom Land bezahlt, je zur Hälfte aus dem Naturschutz- und dem Landwirtschaftsbudget.


Kontakt

Antrag erfolgt über den Rissbegutachter/die Rissbegutachterin – siehe https://baer-wolf-luchs.at/verhalten_riss.htm#stmk

Allgemeine Informationen: https://www.agrar.steiermark.at/cms/beitrag/11946668/100812449/


Tirol

Seit 2012 gibt es für die Entschädigungszahlungen von Schäden, verursacht von großen Beutegreifern, eine Richtlinie des Landes Tirol. Aktuell werden direkte als auch indirekte Schäden durch große Beutegreifer vom Land Tirol entschädigt, davor wurden direkte von einem Beutegreifer verursachte Schäden durch die Versicherung des Tiroler Jägerverbandes ersetzt.

Ähnlich wie Salzburg gibt es auch in Tirol Kulanzregelungen: Es wird durch das Land Tirol eine Entschädigung in Fällen geleistet, in denen kein direkter Nachweis erbracht werden kann, der Riss aber sehr wahrscheinlich von einem großen Beutegreifer verursacht wurde. Diese Wahrscheinlichkeit wird anhand der Schadens- beziehungsweise Rissbegutachtung und aller weiterer vorliegenden Daten bewertet.

Ebenso wendet Tirol für die Entschädigung standardisierte Kostensätze an. Sie basieren auf jährlich aktualisierten Versteigerungs- und Marktpreisen. Seit 2019 werden bei örtlich wiederholtem Auftreten von Rissereignissen zusätzlich anfallende Futterkosten bei vorzeitigen Almabtrieben entschädigt. Eine Unterstützung gibt es zudem für erforderliche Tierbergungen und Tierarztkosten. Die Abwicklung und Auszahlung der Entschädigungsleistungen erfolgt durch das Land Tirol.

Siehe: https://www.tirol.gv.at/fileadmin/themen/land-forstwirtschaft/agrar/LWSJF/Grosse_Baeutegreifer/Entschaedigungsrichtlinie_Grosse_Beutegreifer.pdf


Kontakt

Schadensmeldung: https://www.tirol.gv.at/landwirtschaft-forstwirtschaft/agrar/rechtliche-bestimmungen-in-der-landwirtschaft/beutegreifer/meldung/schadenmeldung/

Kontakt: https://www.tirol.gv.at/telefonbuch/bww/organisationseinheit/oe/300096/ag/0/

E-Mail: landw.schulwesen@tirol.gv.at


Vorarlberg

Das Bundesland Vorarlberg zahlt fixe Schadenersatzbeträge, die auf Marktwerten basieren. Diese Entschädigungen werden für verendet aufgefundene und verletzte Tiere gezahlt, die im offiziellen Bericht des Rissbegutachters festgehalten werden. Bei Herdenbuchtieren wird die Entschädigungshöhe entsprechend einer Begutachtung durch einen Sachverständigen der Landwirtschaftskammer Vorarlberg festgelegt.


Kontakt

Informationen https://vorarlberg.at/-/wolfsmanagement

Land Vorarlberg
Abteilung Va-Landwirtschaft und ländlicher Raum
Landhaus, Römerstr. 15
6901 Bregenz

Ansprechpartner
DI Hubert Schatz
Tel. +43/664/6255311
E-Mail: hubert.schatz@vorarlberg.at

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